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Große Kostenunterschiede zwischen den Bauweisen im Geschosswohnungsbau
Die Auswertung der destatis-Fertigstellungszahlen 2025 für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen zeigt deutliche Kostenunterschiede zwischen den Bauweisen. Mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton erreichen mit einem Indexwert von 94,6 die niedrigsten veranschlagten Kosten. Holz-Fertigteilbau liegt mit einem Indexwert von 118,0 rund 25 Prozent darüber.
Die aktuellen Fertigstellungszahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) für das Jahr 2025 zeigen deutliche Unterschiede bei den veranschlagten Kosten verschiedener Bauweisen im Geschosswohnungsbau.
Nach Auswertung der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau (DGfM) lagen die veranschlagten Kosten bei Wohngebäuden mit drei oder mehr Wohnungen für mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton durchschnittlich bei rund 392 EUR je Kubikmeter umbauten Raums. Für Ziegel wurden rund 426 EUR, für Stahlbeton rund 428 EUR ausgewiesen. Für Holz lagen die veranschlagten Kosten bei rund 481 EUR, für Holz-Fertigteilbauten bei rund 489 EUR je Kubikmeter umbauten Raums.
Wirtschaftlichkeitsvorteil von mehr als 24 Prozent
Im Vergleich der von der DGfM ermittelten Indexwerte erreichen mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton einen Wert von 94,6. Ziegel liegen bei 102,9, Stahlbeton bei 103,4. Für Holz wurde ein Wert von 116,1 und für Holz-Fertigteilbauten von 118,0 ermittelt. Der Durchschnitt aller Bauweisen wurde mit 100 angesetzt.
Damit liegen die veranschlagten Kosten von Holz-Fertigteilbauten rund 24,7 Prozent über denen mineralischer Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton.
Grundlage der Auswertung sind die von Destatis veröffentlichten Fertigstellungszahlen 2025 für Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen. Verglichen wurden die veranschlagten Kosten je Kubikmeter umbauten Raums fertiggestellter Gebäude.
Förderpolitik muss technologieoffen sein
„Mineralische Bauweisen aus Kalksandstein, Porenbeton und Leichtbeton sind nicht nur wirtschaftlich tragfähig, sondern leisten durch die dauerhafte CO₂-Speicherung infolge der Recarbonatisierung auch einen wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Bauen“, erklärt Dr. Hannes Zapf, Vorstandsvorsitzender der DGfM.
DGfM-Geschäftsführer Christian Bruch sieht in den aktuellen Zahlen zugleich ein deutliches Signal für die wohnungspolitische Debatte: „Das häufig behauptete Einsparpotenzial des Holz-Fertigteilbaus spiegelt sich in den aktuellen Destatis-Zahlen nicht wider. Gerade vor dem Hintergrund des angespannten Wohnungsmarktes braucht Deutschland eine technologieoffene Förderung, die sich an realen Baukosten und tatsächlicher Umsetzbarkeit orientiert.“
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