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Bei Bauarbeiten im Winter auf Temperaturen achten

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Auch im Winter herrscht auf Baustellen reger Betrieb. Doch Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, sind häufig problematisch.

Viele Baustoffe, vor allem Mörtel, Abdichtungsstoffe, Kleber, Farben und Putze, dürfen nur bis zu bestimmten Temperaturen – im Regelfall über +5°C – verarbeitet werden.

Zeigt das Thermometer weniger an, müssen bestimmte Arbeiten pausieren. Das klappt jedoch nicht auf allen Baustellen. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) beobachten bei ihren Baukontrollen häufig frostbedingte Schäden, weil Putze und Estriche bei zu niedrigen Temperaturen verarbeitet wurden oder vor dem Eintritt frostiger Temperaturen nicht ausreichend Zeit zum Aushärten hatten.

Zu den typischen Mängeln gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, aber auch fehlende Untergrundhaftung und Hohlstellenbildung. Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind neben der Lufttemperatur rings ums Gewerk auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur, also die Temperatur der Bauteile, auf die diese Baustoffe aufgebracht werden. Das ist eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen.

Bauherren, die ihren Hausbau in einem Bautagebuch dokumentieren, sollten gerade in der Übergangszeit stets auch die Außenluft- und die Raumlufttemperaturen sowie die relative Luftfeuchte im Innenbereich mit dokumentieren, rät der VPB. Preiswerte Datenlogger, einer innen, einer außen, sammeln die nötigen Kenngrößen und erlauben im Ernstfall, die Ursache für etwaige Mängel zu rekonstruieren. Hat die Firma die Baustoffe nämlich vorschriftswidrig verarbeitet, muss sie die dadurch entstandenen Schäden auch in Ordnung bringen.

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